
9. Juli 2026
Virtual Showroom Beispiele: Wie Unternehmen Produkte digital erlebbar machen

Founder/CTO The Spatial Studio, Technology-Enthusiast

Virtual Showrooms gibt es inzwischen in sehr unterschiedlichen Branchen. Möbelhäuser nutzen sie zum Beispiel zur Raumplanung, Automobilmarken für digitale Beratung, Hersteller von Premiumgeräten für Produktdemos und Industrieunternehmen für große, komplexe Anlagen.
Mein Team und ich bringen viel Herzblut, Erfahrung und Wissen in unsere Blogartikel ein. Wenn Du also professionelle Unterstützung bei Deinem Vorhaben benötigst, checke doch mal unsere Leistungen und Referenzen aus, oder sprich uns direkt an. Viele Mittelständler, Hidden Champions und große Firmen vertrauen uns bereits:
Inhalt
Ein virtueller Showroom ist nicht auf eine bestimmte Branche begrenzt. Entscheidend ist vielmehr, welches Problem er löst. Hilft er Kunden dabei, ein Produkt besser zu verstehen? Macht er Varianten sichtbar? Spart er Transportaufwand? Unterstützt er den Vertrieb? Oder erzeugt er Aufmerksamkeit, weil die Präsentation innovativ und teilbar ist?
Aus unserer Sicht ist genau das der wichtigste Punkt: Sie sollten nicht zuerst überlegen, wie der virtuelle Showroom am Ende aussehen soll. Der bessere Ausgangspunkt ist die Frage, welchen konkreten Vorteil er für Ihre Kunden, den Vertrieb oder Messebesucher schaffen soll.
Die folgenden fünf Beispiele zeigen unterschiedliche Ansätze.
IKEA Kreativ: Virtuelle Raumplanung für Möbel und Einrichtung
IKEA Kreativ ist ein gutes Beispiel für einen Virtual Showroom im Consumer-Bereich. Nutzer können Produkte in realistischen virtuellen Räumen testen oder ihren eigenen Raum scannen und darin IKEA-Produkte platzieren. Dadurch wird aus einem klassischen Online-Shop eine deutlich räumlichere Planungserfahrung.
Der große Vorteil liegt hier im Kontext. Ein Sofa, ein Regal oder ein Tisch wird nicht nur als einzelnes Produktbild gezeigt. Kunden sehen besser, wie Größe, Stil und Kombination im Raum wirken. Das reduziert Unsicherheit und unterstützt die Kaufentscheidung.
Was Unternehmen daraus lernen können:
Ein Virtual Showroom ist besonders stark, wenn Kunden ein Produkt nicht isoliert betrachten, sondern in ihrem eigenen Nutzungskontext erleben möchten. Bei Möbeln ist das der Wohnraum. Bei Industrieprodukten kann es die Produktionshalle, der Messestand oder die konkrete Kundensituation sein.
Mercedes-Benz Digital Showroom: Digitale Beratung als Showroom-Erlebnis
Ein virtueller Showroom muss nicht immer eine begehbare 3D-Welt sein. Das zeigt das Beispiel Mercedes-Benz. Beim Digital Showroom steht vor allem die Beratung im Vordergrund: Kunden wählen ein Modell aus und erhalten Unterstützung durch einen Produktexperten.
Das ist interessant, weil hier nicht die technische Inszenierung allein im Mittelpunkt steht. Der Showroom wird als Vertriebs- und Beratungstool verstanden.
Was Unternehmen daraus lernen können:
Ein guter Showroom endet nicht bei der Visualisierung. Entscheidend ist, wie er in den Vertriebsprozess eingebunden wird. Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten kann die Kombination aus digitaler Präsentation und persönlicher Beratung sehr wirkungsvoll sein.
Thermador Virtual Experience: Premium-Produkte digital erlebbar machen
Thermador nutzt virtuelle Showrooms und virtuelle Demos für hochwertige Küchen- und Haushaltsgeräte.
Das Beispiel zeigt einen weiteren wichtigen Anwendungsfall: Premiumprodukte brauchen oft mehr als technische Daten und Produktbilder. Kunden möchten verstehen, wie sich ein Produkt in eine hochwertige Küche einfügt, welche Funktionen relevant sind und wie sich verschiedene Lösungen im Alltag anfühlen könnten.
Bei solchen Produkten geht es nicht nur um Information, sondern auch um Vertrauen, Inspiration und Beratung.
Was Unternehmen daraus lernen können:
Je hochwertiger oder beratungsintensiver ein Produkt ist, desto stärker kann ein virtueller Showroom helfen.
John Deere Virtual Showroom: Große Maschinen digital präsentieren
John Deere zeigt mit seinem virtuellen Showroom, wie digitale Produktpräsentationen im Bereich Landwirtschaft und Maschinen eingesetzt werden können.
Das Beispiel ist spannend, weil es ein klassisches B2B- und Industrieproblem zu lösen versucht. Große Maschinen lassen sich nicht beliebig oft transportieren, nicht überall gleichzeitig ausstellen und nicht immer in allen Varianten physisch präsentieren.
Ein virtueller Showroom kann hier helfen, Produkte unabhängig vom Standort sichtbar zu machen. Vertriebsteams, Händler oder Kunden können Maschinen digital ansehen, vergleichen oder in bestimmten Varianten erleben.
Was Unternehmen daraus lernen können:
Virtual Showrooms werden besonders relevant, wenn Produkte groß, teuer, variantenreich oder logistisch aufwendig sind. Der digitale Showroom ist eine praktische Ergänzung für Vertrieb, Messe und internationale Produktkommunikation.
Swisslog Healthcare / KUKA Group: Virtueller Showroom für ein komplexes B2B-System
Das Beispiel Swisslog Healthcare zeigt, wo Virtual Showrooms im B2B-Bereich besonders sinnvoll werden: bei großen, komplexen Produkten, die sich nur schwer physisch präsentieren lassen.
Für Swisslog Healthcare entwickelten wir einen virtuellen Showroom für die PillPick-Anlage, ein rund 9 Meter langes und 3 Meter hohes Verpackungssystem für Medikamente. Statt die Anlage aufwendig zu internationalen Messen zu transportieren, kann sie per iPad und Browser interaktiv und in Originalgröße gezeigt werden. Animationen, Videos und interaktive Funktionen erklären zusätzlich die technischen Abläufe.
Ein virtueller Showroom sollte heute mehr leisten als eine einfache 3D-Präsentation. Der eigentliche Mehrwert entsteht durch Funktionen wie Animationen, Konfiguratoren, Produktvarianten oder Personalisierung. So wird aus einer allgemeinen Produktdemo ein konkretes Vertriebswerkzeug.
Für solche Anwendungen nutzen wir unser vZone™ Framework, das sich bereits in mehreren Projekten als technische Grundlage für digitale Produktzwillinge, AR-Anwendungen und virtuelle Showrooms bewährt hat.
Was Unternehmen daraus lernen können:
Bei komplexen B2B-Produkten ist ein virtueller Showroom besonders sinnvoll, wenn ein reales Produkt schwer transportierbar, erklärungsbedürftig oder nur begrenzt verfügbar ist. Der größte Nutzen entsteht dadurch, dass der Showroom Vertrieb, Beratung und Produktverständnis konkret verbessert.

Virtual Showroom für Swisslog / Kuka
Fazit
Die fünf Beispiele zeigen, wie unterschiedlich Virtual Showrooms eingesetzt werden können. IKEA nutzt sie für Raumplanung, Mercedes-Benz für digitale Beratung, Thermador für Premium-Erlebnisse, John Deere für große Maschinen und Swisslog Healthcare für ein komplexes industrielles System.
Der gemeinsame Nenner ist nicht die Technologie. Der gemeinsame Nenner ist der Nutzen.
Ein virtueller Showroom lohnt sich besonders, wenn Produkte groß, komplex, variantenreich, erklärungsbedürftig oder schwer transportierbar sind.
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Leidenschaft für neue Technologien
Als kreativer Ingenieur und Berater für ganzheitliche digitale Transformation helfe ich seit über 15 Jahren namhaften Firmen, neue und innovative Technologien auf kreative und gewinnbringende Weise für sich zu nutzen.
Mit The Spatial Studio schaffen mein Team und ich die Verbindung aus Ingenieurskunst, innovativer Softwareentwicklung und intuitivem UX-Design. Das Ergebnis? Ganz neue „dreidimensionale“ Lösungen für unsere Kunden.




