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Technologie
Digitale Strategie

29. Juni 2026

Virtueller Showroom mit Augmented Reality

Matthias Hamann

Founder/CTO The Spatial Studio, Technology-Enthusiast

Virtueller Showroom mit Augmented Reality

Ein virtueller Showroom mit Augmented Reality (AR) ist ein digitaler Verkaufs- oder Ausstellungsraum. Er ermöglicht es Kunden, Produkte in einer fotorealistischen 3D-Umgebung zu erkunden. Per AR können sie direkt in den eigenen, realen Raum projiziert werden. Diese Technologie verbindet die grenzenlose Verfügbarkeit des Online-Shoppings mit der räumlichen Vorstellungskraft eines physischen Geschäfts. Zudem werden Virtual Showrooms auch gern bei Messen und Events eingesetzt.

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Was ist ein virtueller Showroom?

Ein virtueller Showroom ist ein digitaler Ort, an dem Unternehmen ihre Produkte auf interaktive Weise online präsentieren können, oft in 3D oder mit einem immersiven Erlebnis (AR/VR).

Dieser Ausstellungsraum wird in der Regel mit einer 3D-Modellierungssoftware erstellt und kann online oder über ein Virtual-Reality-Headset (VR) oder eine Augmented-Reality-Brille (AR) betrachtet werden.

Auf diese Weise können die Kunden den Ausstellungsraum erkunden und sich die Produkte bequem von zu Hause aus ansehen, ohne den physischen Standort besuchen zu müssen. Virtuelle Showrooms werden häufig im Einzelhandel, in der Automobilindustrie und in der Immobilienbranche eingesetzt.

Technologien für virtuelle Showrooms

Für die Erstellung virtueller Showrooms werden häufig die folgenden Technologien verwendet: 3D-Modellierung und -Rendering, WebGL und WebXR, Produktkonfiguratoren, Hotspots und UI-Overlays.

Außerdem kommen Headsets oder Brille ins Spiel, die für die Wiedergabe der Inhalte genutzt werden. So können Nutzer den Showroom in einer realitätsnahen Art und Weise betrachten.

Mit Augmented Reality (AR) werden digitale Informationen über die reale Welt gelegt.

Eine weitere Möglichkeit stellen 360-Grad-Videos dar, mit denen die Nutzer den Showroom aus allen Blickwinkeln betrachten können.

So entsteht ein virtueller AR-Showroom (bei The Spatial Studio)

  • Zieldefinition: Der Zweck des Showrooms wird definiert, etwa Produktpräsentation, Interaktion, Onlinekauf oder Markenerlebnis.
  • Produktauswahl: Die wichtigsten Produkte werden anhand ihrer optischen Attraktivität, Komplexität oder Größe ausgewählt.
  • Erstellung von 3D-Modellen: CAD-Daten, 3D-Scans oder kundenspezifische Modelle werden für die Verwendung in AR vorbereitet und optimiert.
  • Erlebnisgestaltung: Die User Journey wird einschließlich der Interaktionsmöglichkeiten (Platzierung, Konfigurator, Info-Overlays) und der Zugriffsmethode (App oder Browser) geplant.
  • Plattformauswahl: Je nach Anforderungen wird zwischen WebAR (browserbasiert) und App-basierter AR entschieden.
  • Entwicklung und Test: Der Showroom wird entwickelt und geräteübergreifend getestet. Auf Basis des Feedbacks werden Anpassungen durchgeführt.
  • Einführung und Promotion: Das Erlebnis wird in bestehende Kanäle integriert und beworben. Vertriebsmitarbeiter können für den effektiven Einsatz geschult werden.
  • Laufende Updates: Inhalte und Funktionen werden regelmäßig aktualisiert, um den Showroom relevant und attraktiv zu halten.

Beispiele für Showrooms

Immersive Showrooms werden in diversen Branchen intensiv genutzt, etwa in der Automobilindustrie, im Einzelhandel oder im B2B-Bereich an Messen.

In der Automobilindustrie haben viele Unternehmen virtuelle Showrooms eingerichtet, in denen die Kunden ihre neuesten Modelle erkunden und sich Merkmale und Details aus der Nähe ansehen können.

In der Immobilienbranche nutzen viele Bauträger und Immobilienmakler virtuelle Showrooms, um potenziellen Käufern einen Einblick in die Immobilien zu geben, bevor sie diese persönlich besichtigen. So können die Nutzer das Innere und Äußere des Gebäudes erkunden und die Aussicht aus verschiedenen Fenstern betrachten.

Im Einzelhandel nutzen viele Online-Shops virtuelle Showrooms, um den Kunden einen realistischeren Eindruck von den Produkten zu vermitteln.

Digital Twin - MedEvac

Interaktives MedEvac Flugzeug in Virtual Reality

Im Rahmen eines Projektes hat The Spatial Studio für Lufthansa Technik AG einen digitalen Zwilling des MedEvac Flugzeugs entwickelt. Dieses interaktive Modell kann als virtueller Showroom genutzt werden.

BMW iX Konfigurator

BMW hat einen interaktiven 3D-Produktkonfigurator mit fotorealistischer Darstellung entwickelt, der über den Browser genutzt werden kann und auf der Unreal Engine basiert.

IKEA Kreativ

Mit dem virtuellen Showroom von IKEA können Kunden ihren Raum mit dem Smartphone scannen und dann 3D-Modelle von Möbeln darin platzieren. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus AR und 3D-Visualisierung.

Siemens Virtual Experience Center

Hier können B2B-Kunden komplexe Systeme und Produkte, einschließlich industrieller Automatisierung, in Echtzeit-3D erleben.

Bosch Virtual Showroom

Bosch hat einen virtuellen Raum geschaffen, um Partnern und Kunden Tools und industrielle Lösungen zu präsentieren. Dieser kommt insbesondere während Messen oder Online-Veranstaltungen zum Einsatz.

Vorteile für Unternehmen

  • Fehlkäufe minimieren: Kunden sehen vorab exakt, ob ein Möbelstück oder ein Industrie-Gerät von den Dimensionen und dem Design her an den vorgesehenen Platz passt.
  • Keine Platzmangel-Grenzen: Unternehmen können das gesamte Sortiment inklusive aller Varianten digital ausstellen. Ohne dabei teure physische Lager- und Ausstellungsflächen mieten zu müssen.
  • Globale Erreichbarkeit rund um die Uhr: Kunden und B2B-Einkäufer können die Produkte ortsunabhängig und ohne Anfahrtswege rund um die Uhr erleben.
  • Nachhaltigkeit im Messewesen: Unternehmen sparen enorme Kosten für Transport, Logistik, Standaufbau und Personalreisen zu physischen Fachmessen.
  • Moderne, ansprechende Benutzererfahrung: Potenzielle Kunden können mit einer innovativen Lösung überzeugt werden, die immer einen guten Eindruck hinterlässt.

Es gibt mehrere Gründe, warum Unternehmen virtuelle Showrooms nutzen sollten. Einer der Hauptvorteile ist, dass die Kunden die Produkte und Ausstellungsräume bequem von zu Hause aus erkunden können.

Das kann besonders für Unternehmen mit einer großen Produktpalette oder mehreren Standorten nützlich sein.

Virtuelle Showrooms können auch dazu beitragen, das Kundenerlebnis zu verbessern, indem sie detaillierte und interaktive Produktinformationen bieten. Mithilfe von 3D-Modellen und AR/VR-Technologie können Unternehmen ihren Kunden etwa eine realistische Produktansicht bieten.

Außerdem können virtuelle Showrooms auf beiden Seiten Zeit und Ressourcen sparen. Für Unternehmen kann die Einrichtung eines virtuellen Showrooms schneller und kostengünstiger sein als der Aufbau und die Pflege eines physischen Showrooms.

Wie können virtuelle Showrooms die Kundenbindung verbessern?

Virtuelle Showrooms verbessern die Kundenbindung in mehrfacher Hinsicht:

  • Immersives Produkterlebnis: Virtuelle Showrooms bieten ein intensives und interaktives Erlebnis. Das macht es interessanter als herkömmliche Produktpräsentationen.
  • Personalisierung: Virtuelle Showrooms können in Echtzeit auf die Vorlieben und Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden zugeschnitten werden.
  • Bequemlichkeit: In virtuellen Showrooms können Kunden bequem von zu Hause aus nach Produkten suchen und mit ihnen interagieren.
  • Interaktive Vorführungen: In virtuellen Ausstellungsräumen können Unternehmen interaktive Vorführungen anbieten, bei denen die Kunden die Produkte in Aktion sehen. Dieser praktische Ansatz fördert das Engagement und bietet potenziellen Käufern wertvolle Einblicke.
  • Soziales Teilen: Interessante Erlebnisse in virtuellen Welten werden von Kunden eher auf Social-Media-Plattformen geteilt.
  • Unterhaltungswert: Gut gestaltete virtuelle Verkaufsräume können für Kunden unterhaltsam sein und Spaß machen.

Virtuelle Showrooms schaffen ein dynamisches und fesselndes Einkaufserlebnis, das die Kundenbindung und Markentreue erhöht und zu höheren Konversionsraten beiträgt.

Interaktive Produktvisualisierungen

Interaktive Produktvisualisierungen sind digitale Darstellungen von physischen Produkten, die von den Nutzern in einer virtuellen Umgebung manipuliert und erkundet werden können. Diese Visualisierungen werden in der Regel mit 3D-Modellierungssoftware erstellt und können online oder über ein Virtual- oder Augmented-Reality-Headset (VR/AR) betrachtet werden.

Ein wichtiger Punkt für die Interaktivität ist dabei, dass Nutzer die Gegenstände manipulieren können. Hier wird oft auch von Produktkonfiguratoren gesprochen. So kann der Nutzer etwa die Farbe eines Produkts verändern oder Zusatzfeatures anzeigen lassen. Diese spielerische Funktion hat zur Folge, dass Kunden ein Produkt nach eigenen Vorstellungen sehen können, was eine Kaufentscheidung erleichtert.

Fazit

Virtuelle Showrooms mit Augmented Reality sind mehr als eine digitale Alternative zum klassischen Ausstellungsraum. Sie machen Produkte erlebbar, die schwer zu transportieren, erklärungsbedürftig oder in vielen Varianten verfügbar sind. Gerade für Industrieunternehmen, Maschinenbauer, Technologieanbieter und B2B-Vertriebsteams entsteht dadurch ein neuer Weg, Produkte verständlich, interaktiv und standortunabhängig zu präsentieren.

Der große Vorteil liegt in der Verbindung aus 3D-Visualisierung, Interaktion und realem Nutzungskontext. Kunden können Produkte nicht nur betrachten, sondern konfigurieren, aus verschiedenen Perspektiven prüfen und direkt in ihrer Umgebung erleben.

Damit ein virtueller AR-Showroom wirklich funktioniert, braucht es jedoch mehr als schöne 3D-Modelle. Entscheidend sind eine klare Zielsetzung, eine durchdachte User Journey, optimierte Produktdaten und eine technische Umsetzung, die zum Vertriebskanal passt.

The Spatial Studio unterstützt Unternehmen dabei, solche immersiven Showroom-Lösungen von der ersten Idee bis zur fertigen Anwendung zu entwickeln. Interessiert? Dann kontaktieren Sie uns jetzt!

Quellen:

Matthias Hamann

Gründer & Geschäftsführer

Über den Autor

Leidenschaft für neue Technologien

Als kreativer Ingenieur und Berater für ganzheitliche digitale Transformation helfe ich seit über 15 Jahren namhaften Firmen, neue und innovative Technologien auf kreative und gewinnbringende Weise für sich zu nutzen.

Mit The Spatial Studio schaffen mein Team und ich die Verbindung aus Ingenieurskunst, innovativer Softwareentwicklung und intuitivem UX-Design. Das Ergebnis? Ganz neue „dreidimensionale“ Lösungen für unsere Kunden.