
20. Juli 2026
Virtual Showroom erstellen: So entsteht ein digitales Vertriebstool

Ein Virtual Showroom wird erstellt, um komplexe Produkte im Vertrieb interaktiv erlebbar zu machen. Doch wie entsteht aus CAD-Daten ein funktionierendes Sales-Tool? Wir zeigen, wie wir Virtual Showrooms konzipieren, entwickeln und für Messe, Kundentermine und Remote Sales einsetzen.
Mein Team und ich bringen viel Herzblut, Erfahrung und Wissen in unsere Blogartikel ein. Wenn Sie also professionelle Unterstützung bei Ihrem Vorhaben benötigen, checken Sie doch mal unsere Leistungen und Referenzen aus, oder sprechen Sie uns direkt an. Viele Mittelständler, Hidden Champions und große Firmen vertrauen uns bereits:
Inhalt
Viele Industrieunternehmen entwickeln Hightech-Produkte und präsentieren sie mit PowerPoint, Katalogen oder technischen Zeichnungen. Das passt nicht zusammen und kann potenzielle Kunden kaum überzeugen.
Ein Virtual Showroom kann das ändern. Entscheidend ist aber nicht, möglichst viel 3D, AR oder VR einzubauen. Entscheidend ist, ein Tool zu entwickeln, das den Vertrieb konkret unterstützt.
Wie läuft die Erstellung eines Virtual Showrooms in der Praxis ab?
Vertriebsziel und Einsatzsituation klären
Wir starten nicht mit der Technologie, sondern mit dem Vertriebsprozess.
Wo soll der Showroom eingesetzt werden?
- auf Messen
- bei Kundenterminen
- im Showroom
- in Remote-Meetings
Und vor allem: Wer nutzt ihn?
In vielen unserer Projekte ist der Virtual Showroom ein moderiertes Vertriebstool. Ein Vertriebsmitarbeiter oder Produktmanager führt durch das Produkt und reagiert individuell auf Fragen.
Das ist ein wichtiger Unterschied zu einer Anwendung, die Besucher allein auf einer Website oder einem Messeterminal bedienen. Eine solche Lösung braucht deutlich mehr Nutzerführung.
Welche Lösung die richtige ist, finden wir in diesem Schritt mit Ihnen gemeinsam heraus.
Sie möchten wissen, wie unsere Showrooms sonst noch eingesetzt werden können? Dann lesen Sie auch den Artikel Virtual Showroom Beispiele.
Produkte und Funktionen priorisieren
Ein häufiger Fehler ist, direkt eine lange Feature-Wunschliste zu erstellen. Wir stellen stattdessen eine einfachere Frage:
Was würde ein guter Vertriebsmitarbeiter am realen Produkt zeigen?
Welche Bauteile sind erklärungsbedürftig? Welche Funktionen sorgen regelmäßig für Rückfragen? Welche Vorteile lassen sich auf PowerPoint-Folien nur schwer vermitteln?
Daraus entstehen die Inhalte des Virtual Showrooms.
Das können beispielsweise Detaildarstellungen, Animationen, Videos, Points of Interest oder Einblicke in das Innere einer Maschine sein.
Was macht einen guten Virtual Showroom aus?
Beim Virtual Showroom geht es darum, ein Produkt möglichst realitätsnah zu demonstrieren.
Die Basis ist ein hochwertiger digitaler Zwilling. Dazu kommen digitale Möglichkeiten, die am realen Produkt teilweise gar nicht verfügbar sind: Das Produkt lässt sich per AR in Originalgröße im Raum platzieren, Maschinenteile können von innen betrachtet und wichtige Details gezielt hervorgehoben werden. Points of Interest, Videos und Animationen liefern zusätzliche Informationen genau dort, wo sie für die Erklärung relevant sind.
Das Ziel: Das Produkt so präsentieren, als wäre es tatsächlich vor Ort und gleichzeitig digitale Ebenen nutzen, die ein besseres Verständnis komplexer Funktionen ermöglichen.
CAD- und 3D-Daten prüfen
Bei Industrieunternehmen sind häufig bereits CAD-Daten vorhanden. Das ist eine gute Ausgangsbasis.
Ein CAD-Modell ist allerdings noch kein fertiger digitaler Zwilling für einen Virtual Showroom.
Die Daten müssen konvertiert und für eine Echtzeitdarstellung optimiert werden. Materialien, Texturen und visuelle Details werden aufbereitet. Gleichzeitig muss das Modell performant genug sein, um beispielsweise auf einem iPad oder direkt im Browser zu funktionieren.
Auch vorhandene 3D-Daten können genutzt werden. Deshalb prüfen wir die Datenbasis möglichst früh im Projekt.
Den digitalen Produktzwilling entwickeln
Auf Basis der aufbereiteten Daten entsteht ein interaktiver digitaler Zwilling des Produkts.
Unser Ziel ist, das Produkt möglichst realitätsnah präsentieren zu können. Gleichzeitig nutzen wir Möglichkeiten, die ein physisches Produkt nicht bietet.
Der Vertrieb kann beispielsweise:
- einzelne Module isolieren
- in Maschinen oder Anlagen hineinschauen
- Bauteile auseinanderfahren
- technische Prozesse animieren
- Videos und Zusatzinformationen einblenden
- das Produkt per Augmented Reality in Originalgröße im Raum platzieren
Gerade die AR-Funktion sorgt in unseren Projekten regelmäßig für starke Reaktionen. Eine Anlage virtuell in Originalgröße vor sich zu sehen, vermittelt ein anderes Verständnis als ein Rendering auf einer PowerPoint-Folie.
Die Anwendung für die richtigen Geräte entwickeln
Ein Virtual Showroom sollte nicht zwingend auf ein einzelnes Gerät beschränkt sein.
Bei einem Kundentermin kann Augmented Reality auf dem iPad sinnvoll sein. In einem Remote Meeting ist eine browserbasierte 3D-Darstellung meist praktischer. Auf einer Messe können Touchscreens oder VR-Brillen interessant sein.
Deshalb denken wir die verschiedenen Nutzungssituationen bereits bei der Konzeption mit. Die Technologie folgt dem Einsatzszenario, nicht umgekehrt.

Wir haben einen Virtual Showroom für Swisslog erstellt
Praxisbeispiel: Virtual Showroom für eine neun Meter lange Anlage
Für Swisslog Healthcare, ein Unternehmen der KUKA Group, haben wir einen Virtual Showroom für die PillPick-Anlage entwickelt.
Die Anlage ist rund neun Meter lang und drei Meter hoch. Der Transport zu internationalen Messen ist entsprechend aufwendig.
Im Virtual Showroom kann die Anlage interaktiv betrachtet und in einzelne Module aufgeteilt werden. Animationen, Videos und interaktive Funktionen erklären technische Prozesse. Zusätzlich lässt sich der digitale Produktzwilling per Augmented Reality in Originalgröße im Raum platzieren. Das bringt gegenüber dem Messestand einige Vorteile.
Die Anwendung funktioniert auf iPads und im Browser und kann damit auf Messen, bei Kundenterminen und im Vertrieb eingesetzt werden.
Wie lange dauert die Erstellung eines Virtual Showrooms?
Viele Unternehmen gehen davon aus, dass die Entwicklung automatisch ein langes und sehr teures Softwareprojekt ist.
Bei einer vollständigen Individualentwicklung kann das tatsächlich der Fall sein.
Wir arbeiten deshalb mit unserem eigenen 3D- und AR-Framework vZone. Dadurch müssen zentrale Funktionen und technische Grundlagen nicht für jedes Projekt neu entwickelt werden.
Eine erste Produktvisualisierung können wir je nach Datenbasis und Funktionsumfang teilweise innerhalb von etwa vier Wochen umsetzen.
Der wichtigste Faktor ist häufig nicht die technische Entwicklung. Viel wichtiger ist eine klare Entscheidung darüber, welche Produkte, Funktionen und Vertriebsargumente im Mittelpunkt stehen sollen.
Die häufigsten Fehler bei der Erstellung
Aus unserer Erfahrung sehen wir vor allem fünf typische Fehler:
- Die Technologie wird vor dem Vertriebsziel ausgewählt.
- Zu viele Funktionen sollen gleichzeitig umgesetzt werden.
- Der Vertrieb wird zu spät in das Projekt eingebunden.
- Der Showroom wird nur für einen einzelnen Messeauftritt geplant.
- Eine moderierte Anwendung soll plötzlich vollständig autark funktionieren.
Ein guter Virtual Showroom ist kein digitales Spielzeug. Er ist ein Werkzeug für Marketing und Vertrieb.
Unser Rat: Einfach mit einer Konzeptphase starten
Viele Unternehmen beschäftigen sich lange mit AR, VR und virtuellen Showrooms, ohne den ersten konkreten Schritt zu machen.
Unser Rat ist deshalb relativ einfach: anfangen.
Wir starten solche Projekte häufig mit einer kurzen Konzeptphase von ein bis zwei Tagen. Gemeinsam schauen wir uns das Produkt, die vorhandenen Daten und den Vertriebsprozess an.
Danach ist meist deutlich klarer, welche Art von Virtual Showroom sinnvoll ist, welche Funktionen wirklich gebraucht werden und wie groß der Umsetzungsaufwand ist.
Sie müssen nicht direkt ein großes Softwareprojekt starten. Aber Sie sollten den ersten konkreten Schritt machen.
Gerne helfen wir mit einem ersten Konzept: Nehmen Sie Kontakt auf
Leidenschaft für neue Technologien
Als kreativer Ingenieur und Berater für ganzheitliche digitale Transformation helfe ich seit über 15 Jahren namhaften Firmen, neue und innovative Technologien auf kreative und gewinnbringende Weise für sich zu nutzen.
Mit The Spatial Studio schaffen mein Team und ich die Verbindung aus Ingenieurskunst, innovativer Softwareentwicklung und intuitivem UX-Design. Das Ergebnis? Ganz neue „dreidimensionale“ Lösungen für unsere Kunden.




